Die Fotografin Hannah Collins © Michael Herling / Benedikt Werner, Sprengel Museum Hannover

Der Inter­na­tio­nale Preis für Foto­gra­fie „Spec­trum“ wurde in die­sem Jahr an Han­nah Collins ver­ge­ben. Bis zum 7. Juni zeigt die bri­ti­sche Künst­le­rin 170 ihrer Werke im Spren­gel Museum Hannover.

Gebo­ren 1956 in Lon­don, fiel die Foto­gra­fin Han­nah Collins Mitte der 1980er-Jahre mit groß­for­ma­ti­gen Schwarz­weiß­fo­to­gra­fien auf. 1993 wurde sie für den renom­mier­ten Turner-Preis nomi­niert. Prä­sen­ta­tio­nen unter ande­rem im Centre Pom­pi­dou, Paris und in der Whi­te­cha­pel Gal­lery, Lon­don, wür­dig­ten ihr Schaf­fen. Ihre Werke wer­den welt­weit geschätzt. Collins spricht auch ris­kante The­men an und scheut sich nicht davor, sich mit ihrer eige­nen Ver­gan­gen­heit aus­ein­an­der zu setzen.

Straße nach Ausch­witz © Han­nah Collins, 2013
Han­nah Collins: Lebens­ge­schich­ten in Bildern

Unter ande­rem the­ma­ti­siert die Toch­ter eines pol­ni­schen Juden Hei­mat­lo­sig­keit und die Ver­nich­tung der jüdi­schen Kul­tur. So zeigt sie in einem ihrer Bil­der jene Straße, die nach Ausch­witz führt oder den Blick auf einen jüdi­schen Fried­hof, den sie ‚Hun­ters Space’ nennt. Bild und Spra­che ste­hen in ihrem Werk stets in Zusam­men­hang. In Süd­afrika folgt sie jener Straße, die Nel­son Man­dela auf dem Weg zwi­schen Kind­heit und poli­ti­schem Wir­ken beging. In Istan­bul fand sie bei­spiel­hafte Motive für das Auf­ein­an­der­pral­len der euro­päi­schen und der asia­ti­schen Kul­tu­ren. Eine per­sön­li­che Note lässt sich immer in den dunk­len Foto­gra­fien erken­nen. Die Beson­der­heit ihrer Werke liegt im facet­ten­rei­chen, indi­vi­du­el­len und poetischen.

Ver­an­stal­tung in der Über­sicht
»SPECTRUM«
Inter­na­tio­na­ler Preis für Foto­gra­fie der Stif­tung Nie­der­sach­sen: HANNAH COLLINS
Ort: Spren­gel Museum Han­no­ver
Ter­min: 07.03. – 07.06.2015
Ein­tritt: 7 Euro, ermä­ßigt 4 Euro, Frei­tags frei

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