Google Art Project
Kunst auf dem Bildschirm mit dem Google Art Project © Shutterstock / cunaplus

Seit dem 1. Februar 2011 gibt es eine Viel­zahl der Kunst­werke die­ser Welt in nur einem Museum zu bestau­nen. Wie das geht? Mit dem Google Art Pro­ject! Ganz ohne Ein­tritts­preis las­sen sich hier vir­tu­elle Rund­gänge durch die Gale­rien der Welt genie­ßen. Von Arcim­boldo bis Zuc­ca­relli ist für jeden etwas dabei.

Es gehört zur haus­ei­ge­nen Motivations-Strategie, dass die Mit­ar­bei­ter des Google Kon­zerns 20 Pro­zent ihrer Arbeits­zeit für per­sön­li­che Her­zens­pro­jekte nut­zen dür­fen. Diese Zeit inves­tier­ten einige Kunst­fans Ende 2010 in das Google Art Pro­ject. Am Anfang stand die Idee, welt­be­rühmte Kunst­werke für jeden zugäng­lich zu machen und Kunst­in­ter­es­sier­ten aus aller Welt einen Rund­gang durch die gro­ßen Museen und Gale­rien zu bie­ten – einen Rund­gang in der eige­nen Woh­nung oder im Café – am Schreib­tisch oder gemüt­lich auf dem Sofa.

Google Art Pro­ject: Ein Gemälde aus jedem gro­ßen Museum

Jedes große Museum sollte min­des­tens ein hoch­auf­lö­sen­des Foto eines Gemäl­des bei­tra­gen. Zum Start der Web­site im Februar 2011 waren schließ­lich 1086 Bil­der von über 480 Künst­lern ver­füg­bar. Bis heute kamen pau­sen­los neue Bil­der hinzu, sodass es nun über 70.000 Werke zu bestau­nen gibt. Bis ins kleinste Detail kön­nen nun die Werke von van Gogh oder Rem­brandt betrach­tet wer­den. Grund­sätz­lich ist für die Nut­zung des Pro­jek­tes keine Regis­trie­rung not­wen­dig. Mit Google Street View kann man ganz ein­fach das Innere von Sehens­wür­dig­kei­ten wie dem Schloss von Ver­sailles und dem Wei­ßen Haus erkun­den. Aber nur Besu­cher mit einem Google Konto kön­nen pri­vate Gale­rien mit ihren Lieb­lings­wer­ken erstel­len und diese dann über soziale Netz­werke mit Freun­den teilen.

Ein Nut­zen für For­schung und Kultur

Beson­ders Kunst­stu­den­ten aus aller Welt bie­tet sich dank des Google Art Pro­ject die Mög­lich­keit, berühmte Werke genau zu stu­die­ren, jeden Pin­sel­strich eines Künst­lers nach­zu­voll­zie­hen. Das bringt auch der For­schung etwas. So besteht laut dem Direk­tor des Tate Modern sogar die Mög­lich­keit, dass neue Details auf den Bil­dern ent­deckt werden.

Ein Rück­gang an Besu­chern der rea­len Häu­ser ist nicht zu befürch­ten. Im Gegen­teil: Für die Museen bie­tet Google Art die Chance, dass auch Neu­linge für die Kunst inter­es­siert wer­den. Wer den Zau­ber eines Manet oder eines Rem­brandt ein­mal via Bild­schirm erlebt hat, möchte ihn viel­leicht ja auch mal live erleben.

Zum vir­tu­el­len Kunst­er­leb­nis geht’s hier: www.googleartproject.com

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