© shutterstock.com / Photosani

Kul­tur sorgt für Wohl­stand, zu die­sem Ergeb­nis kommt eine neue Stu­die des Münch­ner Ifo Insti­tuts. Eine Erkennt­nis, die vor allem sub­ven­ti­ons­ab­hän­gige Krea­tive inter­es­sie­ren dürfte.

Was kön­nen Städte und Regio­nen tun um hoch­qua­li­fi­zierte Men­schen anzu­zie­hen und somit lang­fris­tig den Wohl­stand zu erhö­hen? Mit die­ser Frage beschäf­tig­ten sich die Wis­sen­schaft­ler Oli­ver Falck, Michael Fritsch, Ste­phan Heb­lich und Anne Otto für Ihre Unter­su­chung über den Zusam­men­hang von Kul­tur und Wohl­stand. Unter dem klin­gen­den Titel „Music in the Air: Esti­ma­ting the Social Return to Cul­tu­ral Ame­nities“ wurde das Ergeb­nis nun veröffentlicht.

Der Mecha­nis­mus läuft so: Kultur-Einrichtungen zie­hen mehr hoch­qua­li­fi­zierte Mit­ar­bei­ter an, und deren höhe­res Ein­kom­men strahlt auf die gesamte regio­nale Wirt­schaft ab“, sagt Oli­ver Falck, Lei­ter des ifo-Zentrums für Indus­trie­öko­no­mik und neue Tech­no­lo­gien. „Das Ergeb­nis stellt ein wich­ti­ges Argu­ment für eine Sub­ven­tio­nie­rung von kul­tu­rel­len Ein­rich­tun­gen dar. Und es besteht Hoff­nung für Städte wie Ber­lin, dass dort län­ger­fris­tig die Arbeits­plätze den Men­schen fol­gen werden.“

Um die Wir­kung von Kul­tur auf den regio­na­len Wohl­stand ein­deu­tig bestim­men zu kön­nen, such­ten die For­scher in Deutsch­land nach kul­tu­rel­len Ein­rich­tun­gen, deren Exis­tenz nicht vom heu­ti­gen Ein­kom­mens­ni­veau bestimmt ist. Das sind Opern­häu­ser, die bereits zur Barock­zeit gegrün­det wur­den. Und tat­säch­lich sind die ört­li­chen Ein­kom­men in allen die­sen 29 Städ­ten höher als in ver­gleich­ba­ren Städ­ten ohne baro­cke Opern­häu­ser. In einem wei­te­ren Schritt wur­den Freie und Reichs­städte, Han­se­städte oder Uni­ver­si­täts­städte her­aus­ge­nom­men sowie die Ana­lyse auf West­deutsch­land beschränkt, um andere mög­li­che Effekte auf den Wohl­stand her­aus­zu­rech­nen. “Aber die Ergeb­nisse blie­ben gleich: Aus­ga­ben für Kul­tur haben posi­tive Ein­kom­men­s­ef­fekte für alle Beschäf­tig­ten in einer Region”, sagt Falck.

“Music in the Air: Esti­ma­ting the Social Return to Cul­tu­ral Ame­nities”, Oli­ver Falck, Michael Fritsch, Ste­phan Heb­lich und Anne Otto, , CESifo Working Paper No. 5183, Janu­ary 2015

TEILEN

KEINE KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT