Netflix
Netflix von der Online-Videothek zur preigekrönten TV-Produktions-Firma © Shutterstock / Gil C

Net­flix ist einer der bekann­tes­ten Video-on-Demand-Anbieter. Der Traum von einer mobi­le­ren Video­thek lief anfangs schlep­pend. 2015 ist Net­flix ein wach­sen­des Unter­neh­men, das durch seine Eigen­pro­duk­tio­nen punktet.

1997 hat­ten zwei Män­ner in Los Gatos (Kali­for­nien) eine Vision: Sie träum­ten davon, Filme mobi­ler zu machen, sie leich­ter zu den Zuschau­ern zu brin­gen. Nach die­sem Prin­zip grün­de­ten Reed Hos­tings und Marc Ran­dolph eine Online-Videothek: Net­flix war gebo­ren. Der Name ist eine Kom­bi­na­tion aus “Net” – Inter­net – und “Flicks” (umgangs­sprach­lich für Filme). Die Benut­zer konn­ten sich die Filme im Inter­net aus­lei­hen, die dann per Post zuge­stellt wur­den. Das Start­ka­pi­tal waren stolze 2,5 Mil­lio­nen US-Dollar. 2003 war ein Mei­len­stein: Net­flix warf das erste Mal Gewinn ab. 2005 hatte das Unter­neh­men 4,5 Mil­lio­nen Nut­zer in den USA.

Net­flix erobert den ame­ri­ka­ni­schen Kontinent

2007 machte Net­flix einen neuen Schritt im Internet-Film-Geschäft: das Video-On-Demand Strea­ming. Es erlaubte den Benut­zern non nun an, Filme à la carte und direkt auf dem Com­pu­ter – oder ande­ren Gerä­ten – anzu­schauen. Vor­aus­set­zung war natür­lich ein funk­tio­nie­ren­der Internetanschluss.

2010 ent­schied sich das Unter­neh­men zu expan­die­ren: Kanada war das erste Ziel. Im sel­ben Jahr kam Net­flix auf einen Mark­wert von 10 Mil­li­ar­den Dol­lar. Ein Jahr spä­ter konnte Net­flix auch in Latein­ame­rika und in der Kari­bik gestre­amt werden.

Net­flix goes European

Als der ame­ri­ka­ni­sche Kon­ti­nent erobert war, streckte das Unter­neh­men seine Füh­ler nach Europa aus. 2012 star­tete Net­flix in Groß­bri­tan­nien, Irland und Skan­di­na­vien. Ab da kamen immer mehr euro­päi­sche Län­der dazu, bis 2014 auch Deutsch­land in den Genuss von Net­flix kam. Der­zeit ist der Markt­wert der Firma auf 37 Mil­li­ar­den Dol­lar gestiegen.

Die Eigen­pro­duk­tio­nen machen den Unterschied

In den letz­ten Jah­ren wuchern Video-on-Demand Anbie­ter prak­tisch aus jeder Ecke des Inter­nets: Max­dome, Ama­zon Prime Instant Video, Wat­che­ver, etc. Was macht da den Unter­schied? Das beson­dere Merk­mal von Net­flix sind die Eigen­pro­duk­tio­nen. Das Unter­neh­men wurde als Ers­ter Internet-TV-Anbieter für die Prime­time Emmy Awards nomi­niert – sozu­sa­gen der Oscar für TV Pro­duk­tio­nen. Net­flix Serien, wie House of Cards, Dar­e­de­vil und Orange is the New Black erlang­ten meh­rere Preise und wur­den von der Kri­tik inter­na­tio­nal gefeiert.

Das High­light der Netflix’schen Eigen­pro­duk­tio­nen ist, dass von Anfang an die kom­plette Staf­fel ange­bo­ten wird. Net­flix macht Schluss mit ner­vi­gen Cliff­hän­gern und unru­hi­gem War­ten auf das nächste Kapi­tel. Ob man sich eine Staf­fel ein­teilt oder vier­eckige Augen vom Dau­er­gu­cken kriegt, kann der Zuschauer so sel­ber entscheiden.

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