Wer „Street Art“ wört­lich über­setzt, der ver­steht diese rebel­li­sche Kunst­form als Stra­ßen­kunst. Doch Street Art ist zwar Kunst von der Straße, aber weit mehr Straßenkunst.

Der deut­sche Begriff der Stra­ßen­kunst ist weit­ge­fä­chert und umfasst Musik, Thea­ter, Jon­glage – eben alles, was unter freiem Him­mel an kul­tu­rel­lem dar­ge­bo­ten wer­den kann. Und auch die Kunst gehört dazu. Doch nicht alles was auf der Straße gemalt, gebaut oder instal­liert wird ist Street Art.

Street Art ist ursprüng­lich auf­säs­sig, lebens­froh, frech und bunt. StreetArt-Künstler fra­gen nicht immer nach einer offi­zi­el­len Erlaub­nis – sie legen ein­fach los. Ihre Werke sind pro­vo­kant und nicht immer erwünscht. Für die Einen sind es Schmie­re­reien. Für die Ande­ren ist es Krea­ti­vi­tät pur.

Gra­fitti war der Anfang

Ihre Wur­zeln hat diese Kunst­form im Graf­fiti. Graf­fiti sind in ers­ter Linie ein­fa­che Worte, poli­ti­sche Sprü­che zusam­men mit dem Name des Wri­ters bzw. Sprü­hers. Die Mit­tel eines Spray­ers sind Stift und Sprüh­dose. Street Art Künst­ler gren­zen sich klar von die­ser Form des Aus­drucks ab. Statt­des­sen fokus­sie­ren sie sich auf die kom­ple­xere Dar­stel­lun­gen, set­zen weni­ger auf Quan­ti­tät und mehr auf Qua­li­tät und künst­le­ri­schen Audruck. Sie arbei­ten nicht nur mit Sprüh­do­sen, son­dern auch mit Kreide, Scha­blo­nen, Flie­sen, Wolle oder Aufklebern.

Viel­falt ist das Wort, wel­ches das Wesen der „Street Art“ am Bes­ten beschreibt. Dabei ste­hen häu­fig Motive wie Konsum-Terror, Kapi­ta­lis­mus und andere gesell­schaft­li­che The­men im Fokus. Manch ein Maler hat dage­gen ein­fach den Wunsch, die Men­schen zum Schmun­zeln zu bringen

Anonym oder Akzeptiert?

Die Werke der Streetart-Künstler zie­ren nicht nur Wände von Wohn– und Indus­trie­ge­bäu­den. Auch Strom­käs­ten, Later­nen, Tele­fon­zel­len oder Müll­ei­mer sind nicht „sicher“. Inzwi­schen hat sich diese Kunst­form sogar so weit ver­brei­tet, dass viele Künst­ler für ihre Wand­bil­der bezahlt wer­den oder die Stadt ihnen offi­zi­ell Platz zur Gestal­tung zur Ver­fü­gung stellt.

Trotz wach­sen­der Akk­zep­tanz wird aber nicht jedes StreetArt-Werk gern gese­hen. Grade des­halb besit­zen viele der krea­ti­ven Köpfe Pseud­onyme, der wohl bekann­teste von ihnen ist Banksy. Wie­derum andere wie Keith Haring, John Fekner oder David Zinn haben auf die­ses Mit­tel der Anony­mi­tät ver­zich­tet und sind bekannte Per­sön­lich­kei­ten in der Szene.

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