Eine Briefmarke von 1978 zeigt das Konterfei von Thomas Mann © Shutterstock / Neftali

Gebo­ren am 6. Juni 1875: Zum Geburts­tag von Tho­mas Mann bringt das Allegretto-Alphabet Wis­sens­wer­tes rund um das Leben des wich­ti­gen deut­schen Schrift­stel­lers und Nobelpreisträgers.

Anek­do­ten…

… über Tho­mas Mann gibt es reich­lich. Am 16. Juli 2015 erscheint das Buch „Er konnte ja sehr drol­lig sein“, in dem die Bege­ben­hei­ten aus dem fami­liä­ren All­tag des Schrift­stel­lers gesam­melt wurden.

Er konnte ja sehr drol­lig sein Anek­do­ten über Tho­mas Mann, Renate Hoff­mann, Eulen­spie­gel Ver­lag ISBN 978–3-359–02488-0,128 Sei­ten, ET: 16.7. 2015, 9,99 € / eBook 7,99 €

Budden­brooks

Im Okto­ber 1901 erschien „Bud­den­brooks“, Manns Roman über eine Kauf­manns­fa­mi­lie aus Lübeck. Mit die­sem Erst­lings­ro­man gelang ihm der Durchbruch.

Crayon

Tho­mas Mann ver­wen­dete in sei­nen Arbei­ten gerne sel­ten genutzte Worte. Statt Blei­stift spricht er zum Bei­spiel vom Crayon.

Dienst­un­taug­lich

Schon gut zwei Monate nach Beginn sei­ner Dienst­zeit beim Mili­tär wird Tho­mas Mann wegen Untaug­lich­keit entlassen.

Erika Mann

In den letz­ten Jah­ren sei­nes Lebens wurde Tho­mas Manns Schwes­ter seine engste Vertraute.

Felix Krull

Felix Krull ist die Haupt­fi­gur von Tho­mas Manns letz­tem Roman. „Die Bekennt­nisse des Hoch­stap­lers Felix Krull“ konnte er aller­dings vor sei­nem Tod nicht fer­tig­stel­len. Er starb am 12. August 1955 an einer Rup­tur der unte­ren Bauchschlagader.

Golo Mann

Tho­mas Manns Sohn, mit dem er 1939 nach Ame­rika floh, war einer der bekann­tes­ten deut­schen His­to­ri­ker. Ins­ge­samt vier sei­ner sechs Kin­der waren Schriftsteller.

Hermann Hesse

Zu dem Schrift­stel­ler Dich­ter und Maler Herr­mann Hesse (1877–1962) hatte Tho­mas Mann ein freund­schaft­li­ches Verhältnis.

Iden­ti­tät

Obwohl Tho­mas Mann auch nach Kriegs­ende nicht nach Deutsch­land zurück­kehrte, war ihm seine Her­kunft immer wich­tig.  „Where I am, there is Ger­many. I carry my Ger­man cul­ture in me.“ kom­men­tierte er 1938 die Frage nach den Fol­gen des Exils.

Joseph

In sei­nem vier­bän­di­gen Werk „Joseph und seine Brü­der“ (ver­öf­fent­licht von 1933 –1943) wid­met sich Tho­mas Mann der Bibel.

Kröger

Manns zweite Ehe­frau Nelly Krö­ger wurde 1939 in ein Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger verschleppt.

Lübeck

Die Stadt mit dem Hols­ten­tor ist die Geburts­stadt von Tho­mas Mann. Hier erblickte er am 6. Juni 1875 das Licht der Welt. Die Atmo­sphäre sei­ner Kind­heit – geprägt von den Regeln des Kauf­manns­stan­des und der tra­di­tio­nel­len Fröm­mig­keit – fin­det sich auch in den „Bud­den­brooks“ wieder.

München

Nach dem Tod des Vaters zog die Fami­lie 1894 nach Mün­chen um. Hier wurde Tho­mas Mann Gast­hö­rer an der Tech­ni­schen Hoch­schule. Er wollte Jour­na­list werden.

Natio­nal­so­zia­lis­mus

Als 1933 die Natio­nal­so­zia­lis­ten die Macht ergrif­fen, kehrte Mann Deutsch­land den Rücken. Nach einer Vor­trags­reise blieb er zunächst in der Schweiz und ging drei Jahre spä­ter nach Amerika.

Oslo

1929 wurde Tho­mas Mann der Lite­ra­tur­no­bel­preis für „Boo­den­brooks“ verliehen.

Poli­tisch

Auch nach sei­ner Aus­wan­de­rung beschäf­tigte sich Mann mit der poli­ti­schen Situa­tion in Deutsch­land und kom­men­tierte sie ein­mal im Monat ­- via Radio — in der Sen­dung „Deut­sche Hörer“

Quick

Noch ein Bei­spiel aus Manns unge­wöhn­li­chem Wort­schatz er benutzte es statt “munter“.

Ruhm

Der Ruhm zu Leb­zei­ten ist eine frag­wür­dige Sache; man tut gut, sich nicht davon blen­den, sich kaum davon erre­gen zu las­sen“ Tho­mas Mann

Simp­li­cis­si­mus

Bis 1944 erschien die wöchent­li­che Sati­re­zeit­schrift „Sim­p­li­cis­si­mus“. Mann wir hier ab 1896 als Lek­tor tätig.

Tod in Venedig

1911 erschien Manns Novelle „Tod in Vene­dig“. Sie erzählt die Geschichte eines Schrift­stel­lers, der nach Vene­dig reist und sich dort in einen jun­gen Kna­ben ver­liebt. Auch wenn er seine Lei­den­schaft nicht aus­lebt, trei­ben die unge­wohn­ten Gefühle ihn in den Ruin.

Urteil

Die Beur­tei­lung von Tho­mas Manns Werk war nicht nur posi­tiv. Auf­grund sei­ner akri­bi­schen Vor­ar­beit und der Ver­wen­dung rea­ler Bege­ben­hei­ten wurde ihm vor allem von zeit­ge­nös­si­schen Schrift­stel­lern feh­lende Fan­ta­sie vor­ge­wor­fen. Auch seine kon­ser­va­tive Ein­stel­lung stand im Mit­tel­punkt der Kritik.

 Verkom­me­ner Gym­na­si­ast …“,

… mit die­sen Wor­ten bezeich­net sich Tho­mas Mann selbst und beschrieb damit sei­nen Wer­de­gang als intel­li­gen­ter Schul­ver­sa­ger. Er ver­ließ die Schule nach der 10. Klasse.

Wahr­heit

Es ist schwer, es zugleich der Wahr­heit und den Leu­ten recht zu machen.“ Tho­mas Mann

Zaube­rer

Tho­mas Manns Kin­der nann­ten ihren Vater “Zauberer”.

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